Titelbild des Buchs Japanisch Lernen wie Japaner von Mathias Dietrich

Du willst Japanisch lernen?

Hier erfährst du, wie du anfängst, welches Material du brauchst und welchem strukturiertem Ablauf du folgen kannst, um schnelle Fortschritte zu machen!

Titelbild des Buchs Japanisch Lernen wie Japaner von Mathias Dietrich

Wie lernen wir effektiv?

Der Lernablauf hier basiert nicht einfach auf subjektiven Erfahrungen und Gefühlen, sondern den Erkenntnissen und Theorien jener, die ihr Leben der Frage widmeten: „Wie lernen wir Sprachen?“ Deren Untersuchungen bestätigten mir oft, was ich selbst nur fühlte – und was auf viele Lernanfänger zunächst kontraintuitiv wirken kann. Deswegen bekommst du hier einen Einblick in die über hunderte Jahre hinweg erarbeiten Grundlagen des Sprachenlernens!

Die häufigsten Fragen und Antworten zum Japanisch Lernen

Höre viel Japanisch!

Deine ersten Schritte in der Sprache sind eher passiver Natur. Geh deinem Alltag nach, während du im Hintergrund japanische Lieder oder Podcasts anhörst. Schaust du Anime, dann sieh sie auf Japanisch an und nutze Untertitel. In dieser Phase geht es darum, dich erst einmal an den Klang der Sprache zu gewöhnen!

Danach kommt die Schrift

Japanisch hat drei Schriftsysteme, für den Anfang brauchst du aber nur zwei:

  • Hiragana (46 Zeichen): Mit diesen Zeichen lassen sich sämtliche der japanischen Laute wiedergeben und viele Kinderbücher sind komplett in ihnen geschrieben.
  • Katakana (46 Zeichen): Geben die selben Laute wie Hiragana wieder, werden aber vor allem für ausländische Wörter und Namen, sowie Hervorhebungen genutzt.

Damit hast du alle wichtigen Grundlagen für das weitere Lernen gelegt!

Wie lange du zum Lernen brauchst, hängt von deinem täglichen Zeitaufwand ab. Da sich Japanisch sehr stark von Deutsch unterscheidet, brauchst du wesentlich länger, als für europäische Sprachen. Der Richtwert sind 2.200 Stunden für ein alltagstaugliches Niveau. Die exakte Dauer kann sich jedoch von Person zu Person unterscheiden.

Geht man nach den Stufen des Japanese Language Proficiency Tests (JLPT) - die von N5 (niedrigstes) bis N1 (höchstes) Niveau gehen - bedeutet das bei einem Aufwand von 8 Stunden täglich:

  • JLPT N5 - 1 Monat: Solide Basis für simple Ausdrücke, alltägliche Bezeichnungen und einfache Selbstvorstellungen.
  • JLPT N4 - 3 Monate: Sicheres Erfassen von alltäglichen Gesprächen und leicht verständlichen Texten.
  • JLPT N3 - 6 Monate: Fähigkeit, natürlichen Unterhaltungen von Muttersprachlern mühelos zu folgen und Nachrichtenzusammenfassungen zu erfassen.
  • JLPT N2 - 9 Monate: Nahezu problemloser Umgang im japanischen Alltag sowie die Kompetenz, spezifischere Themen und Kritiken zu begreifen.
  • JLPT N1 - 1 Jahr: Fließende Beherrschung der Sprache, inklusive tiefgründiger Nuancen in anspruchsvollen Texten und Fachvorlesungen.

Natürlich ist das Lernen aber kein Wettrennen. Wenn du täglich weniger Zeit aufwenden kannst, kommst du dennoch voran - brauchst dann nur etwas länger.

Das kommt darauf an, was du als schwer empfindest: Der Lernablauf ist identisch wie bei jeder anderen Sprache. Allerdings wirst du wesentlich mehr Zeit aufwenden müssen, da Japanisch so gut wie keine Ähnlichkeiten zu Deutsch aufweist.

  • Migaku* (Android / iOS / PC): Ein komplettes Paket mit integrierten Kurs sowie vorgefertigten Vokabelkarten und - am wichtigsten - einer Möglichkeit, mit japanischen Medien zu lernen und einfach eigene Vokabelkarten mit ihnen zu erstellen. Zugegebenermaßen etwas preisintensiv. Deswegen empfehle ich, nicht voll zu zahlen, sondern die App mit meinem Link etwas günstiger zu holen! 
  • Dokuen (Android): Eine Android-exklusive App, die ein wenig Einrichtung benötigt, dir dann aber eine bequeme Wörterbuch-Funktion und Vokabelkartenerstellung in jeder beliebigen App liefert.
  • Anki (Android / iOS / PC): Eine App für digitale Karteikarten, die zudem viele weitere Apps wie auch Dokuen für ihre Karteikartenerstellung nutzen.
  • GameSentenceMiner (PC): Ein Programm für all jene, die am liebsten mit Spielen lernen wollen. Inklusive bequemer Nachschlagefunktion und Vokabelkartenerstellung.
  • meikipop (PC): Wie GameSentenceMiner, allerdings wesentlich leichter. Bietet dir einzig und allein eine Wörterbuchfunktion zum schnellen Nachschlagen.

Die effektivste Methode, Vokabeln zu lernen, ist es, sie in vielen verschiedenen Kontexten zu sehen und nachzuschlagen, während du einfach japanische Bücher liest, oder Serien ansiehst.

Vokabelkarten mit Apps wie etwa Anki können unterstützend wirken, liefern im Regelfall aber alleinstehend nicht genügend verschiedene Kontexte, um dir neue Wörter effektiv einzuprägen.

Obwohl es zehntausende von Kanji gibt, musst du für den normalen Alltag in Japan "nur" die 2.136 Joyo-Kanji kennen. Die lernst du am besten aber nicht isoliert, sondern zusammen mit Vokabeln. So verliert der Aufwand viel zu seinem Schrecken, da das wie in der Frage zuvor beschrieben ganz nebenbei geschieht, während du die Wörter in den verschiedensten Situationen erlebst!

© 2026 Mathias Dietrich